Lenovo 3ICP8/60/70
Wenn der 11,6-Zoller im Stresstest arbeitet, dann steigt die
Wirkleistung auf bis zu 31 Watt. Der Akku war bei den Messungen voll
geladen. Das 40-Watt-Netzteil ist für den Strombedarf passend
dimensioniert. Lenovo L11L6P01
HPs
Pavilion dm1-4200sg hatte fast identische Verbrauchswerte (11,6-Zoll,
gleiche Hardware). Atom-Netbooks in 11,6-Zoll, die für einen Vergleich
taugen könnten, gibt es nicht mehr am Markt. Gegenüber dem eigenen
Vorgänger AMD C-60 (Aspire One 722, Idle 8-11W, Last 16-18 Watt) ist die
Leerlauf-Energieaufnahme ident geblieben, aber die Last-Aufnahme
gestiegen. Lenovo L11M3P02
Bei den Laufzeiten sorgt der 27-Wh-Akkumulator nicht für Bestzeiten. Im
Leerlauf hält der 11,6-Zoller nur 4:20 Stunden durch. Das ist aber
praxisfern, bei diesem Test sorgen minimierte Helligkeit, inaktives
WLAN/Bluetooth und CPU/GPU-Leerlauf für eine niedrige Energieaufnahme
von nur acht Watt. Lenovo 3ICP8/60/70
Der
Test beim WLAN-Surfen ist realitätsnäher, aber auch hier gehen nach
2:12 Stunden die Lichter aus. Zusammen mit der kurzen Last-Laufzeit von
1:33 Stunden ergibt sich ein sehr schlechtes Bild für das
Low-Cost-Netbook S206. Die APU ist zwar sparsam, aber die schwache
Akku-Kapazität kann nicht mehr leisten. Der Akku braucht im Übrigen zwei
Stunden für die volle Ladung. Das ist für die niedrige Kapazität
ziemlich lang. Lenovo 3ICP40/61/69-2
Im
Vergleich stehen alle anderen APU-Netbooks besser da. Der Grund: Ihre
Hersteller haben größere Batteriekapazitäten eingebaut. Die 8:45 Stunden
des Samsung 305U1A (11,6-Zoll, 66 Wh) im WLAN-Test sind gigantisch aber
mit der passenden Kapazität auch für den S206 möglich. Ein Lenovo
ThinkPad X130e (62 Wh) steht mit 7:07 Stunden ebenfalls sehr gut da. Das
Low-Cost HP dm1-4200sg mit gleicher Hardware ist 5:55 Stunden Online
(55 Wh) und der technische Vorgänger C-60 im Acer Aspire One 722
schaffte 6:47 Stunden (48 Wh). Lenovo 45N1059 etc
Empfindliche
Spiegel-Oberflächen, klapprige Tastatur, kurze Laufzeiten und ein mäßig
stabiles Gehäuse. So sehen wir die wesentlichen Nachteile des Lenovo
S206. Dass Performance-Enthusiasten und Gamer mit der leistungsschwachen
Zacate-APU der zweiten Generation nicht auf ihre Kosten kommen, das war
nach den ersten Tests dieser APU zu erwarten. Ein Leistungsbolide
wollte der 11,6-Zoller nicht werden und einen solchen darf der Käufer ab
275 Euro auch nicht erwarten. Lenovo 42T4961
Weil
die Laufzeit mit gerade mal zwei Stunden versagt, bleibt nach dem
interessanten Preis kein echter Vorteil mehr übrig. Da wäre allenfalls
noch die sehr niedrige Lautstärke und der USB 3.0 Port zu nennen. Dafür
hat Lenovo jedoch kurzerhand auf die traditionellen VGA- und
Ethernet-Ports verzichtet. Lenovo 42T4958
Wer
auf Mobilität verzichten kann, immer ein Poliertuch zur Hand hat und
neben E-Mails nur ein wenig Videos schaut und im Web surft, der könnte
am S206 Gefallen finden. Wer mehrere Programme gleichzeitig ausführt und
externe Anzeigen betreibt, also wirklich mit dem 11,6-Zoller arbeiten
will, der sollte mindestens einen Low Voltage Pentium sein Eigen nennen.
Der Preisaufschlag zum entsprechenden Aspire One 756 oder Lenovo
ThinkPad Edge E130 in der Free DOS Version ist mit 349 bzw. 399 Euro
gering bis moderat. Lenovo 42T4957
Wenn
die APU schnell genug erscheint und Spiele kein Thema sind, dann
empfehlen wir für Mobility-Fans (mattes TFT, lange Laufzeit) folgende
Geräte: Samsung 305U1A-A01DE (E-450), Lenovo ThinkPad X121e (E-300,
E-450, E-350) oder ThinkPad Edge E135 (E2-1800, E-300). Diese
11,6-Zoller sind ebenfalls 50 bis 100 Euro teurer. Lenovo 3INR19/65-2
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